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Bundespolizei massiv gefordert

Die rund 500 Einsatzkräfte der Bundespolizei-Abteilung Bayreuth waren im vergangenen Jahr gewaltig gefordert: 400.000 Gesamteinsatzstunden mussten absolviert werden, das war etwa ein Viertel mehr als 2014, erklärte Abteilungsführer Dieter Hader beim Neujahrsempfang der Bundespolizei.
„Seit dem Terroranschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo in Paris am 7. Januar vergangenen Jahres waren wir eigentlich ständig im Einsatz“, resümierte Hader.
Im Voraus bekannt war der G7-Gipfel auf Schloss Elmau als einer der Einsatzhöhepunkte des vergangenen Jahres. Die Bayreuther Abteilung war zuständig für die Unterbringung, Versorgung und Verpflegung von 5.600 Bundespolizisten sowie für den Aufbau von Grenzkontrollstellen im weiten Bereich zwischen Bodensee und Freilassing.
Seit Jahresbeginn war die Bayreuther Abteilung immer Montags bei Demonstrationen von Pegida, Legida oder deren Ablegern im Einsatz. Insagesamt 48 Demonstrationen wurden begleitet. Zuletzt gab es am 12. Dezember in Leipzig-Connewitz nochmals schwere Ausschreitungen bei einem Aufmarsch Rechtsextremer und einer Gegendemonstration. Hierbei wurden auch Bayreuther Bundespolizisten verletzt.
„Kaum war der G7-Gipfel abgewickelt,  mussten die Bayreuther Bundespolizisten bei der Bewältigung des Flüchtlingsstromes an der deutsch-österreichischen Grenze mithelfen.
Seit 19. September sind die Bayreuther dort ununterbrochen im Einsatz und ein „tragendes Element“ der Grenzsicherung, so Hader. Die Dimension der Migrantenzahlen von über 10.000 am Tag sei anfangs erschreckend gewesen und die Kontrollen konnten nur auf relativ niedrigem Niveau durchgeführt werden. „Die Konfrontation mit den vielen menschlichen Schicksalen, mit den Kindern, die die Flucht überstanden haben, und mit vielen traumatisierten Personen ist eine besondere, außergewöhnliche Belastung für unsere Beamten. Wir wissen, dass hinsichtlich der Flüchtlinge keine Pauschalbewertung möglich ist. Es gilt, zu differenzieren und jeden Einzelfall für sich zu sehen. Hierbei hilft unseren Bundespolizisten ihr Selbstverständnis, das über Jahre gewachsen ist und das man nicht anordnen kann. Hier geht es um Werte, auf die wir stolz sein können“, so der Abteilungsführer.
Als weiterer Schwerpunkt waren Bayreuther Beamte der Bundespolizei bei insgesamt 33 brisanten Fußballspielen im Einsatz. Die Herausforderungen im Jahr 2016 bleiben, gerade in Sachen Bewältigung der Flüchtlingsströme, hoch. Auch die permanent hohe Terrorgefahr bietet allen Grund, „weiterhin wachsam zu sein, ohne den Zielen des Islamischen Staates zu dienen“, so Hader. Friedrich Eichele, der Direktionspräsident der Bundesbereitschaftspolizei, bescheinigt den Bayreuther Beamten ebenfalls, angesichts der vielen Herausforderungen des vergangenen Jahres „vorzügliche Arbeit“ geleistet zu haben.
Der Bayreuther CSU-Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk verwies in seinem Grußwort darauf, dass angesichts der immensen Herausforderungen durch den Gesetzgeber für 2016 insgesamt 1.500 neue Stellen bei der Bundespolizei bewilligt wurden.

BFE-Plus-Einheit kommt
Außerdem stehen die Chancen laut Koschyk sehr gut, dass Bayreuth Standort einer „Beweis-sicherungs- und Festnahme-
einheit“ (BFE)-Plus wird. Diese Spezialeinheiten stehen direkt unter der GSG 9 und sollen für besondere Einsätze zur Terrorabwehr geschult werden. Insgesamt wird es bundesweit fünf solcher BFE-Plus-Einheiten geben. Außerdem wird in Bayreuth zu den beiden bestehenden „normalen“ BFE-Einheiten eine dritte Einheit aufgebaut werden.
In Bamberg wird ein neues Aus- und Fortbildungszentrum der Bundespolizei eröffnet. Ab September sollen dort 1.000 Nachwuchskräfte ausgebildet werden. Laut Abteilungsführer Hader haben sich auch bereits einige  Bayreuther Bundespolizisten für eine Mitarbeit in der neuen Bamberger Einrichtung beworben. 

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