Telefon 0921 - 1627280-40  |  Fax 0921 - 1627280-60  |  info@btsz.de
 
Home  |  Über uns  |  Zustellung  |   Kontakt  |  Impressum    
     
 Verlag
 Archiv Ausgaben
 Archiv Kurzmeldungn
 Galerie
 Aktuelle Ausgabe
   
 
   
 Sonderausgaben
   
 
   
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
 
 
Kulturschätze ins Bewusstsein bringen

„Ein Bewusstsein dafür schaffen, welch einzigartiges Naherholungsgebiet mit interessanten, vielfach der Bevölkerung unbekannten Kulturschätzen sich direkt vor unserer Haustüre befindet“ – Dies ist eines der Hauptziele des „Rotmain-Auen-Weges“, der als Begleitprojekt der Landesgartenschau 2016 erstellt wird und bereits zum Teil umgesetzt ist.
Wie die in Neudrossenfeld wohnende frühere Kulturreferentin der Stadt Nürnberg, Dr. Karla Fohrbeck, als Initiatorin und treibende Kraft gegenüber der Bayreuther Sonntagszeitung erläuterte, führt der thematische Spazier- und Wanderweg durch die Kulturlandschaft der idyllischen Auen des Roten Maines. Der Weg beginnt an der Wilhelminen-Aue auf dem Gelände der Landesgartenschau, führt zunächst entlang des Roten Maines durch die Stadt Bayreuth und dann hinaus in die Flussaue. Der Streckenverlauf geht an Heinersreuth, Altenplos und Aichen vorbei zum „Markgrafenhügel“ nach Neudrossenfeld und weiter über Neuenreuth bis nach Langenstadt mit seinem berühmten Kräutergarten. Drei Rundwege in Heinersreuth, Neudrossenfeld und Langenstadt erlauben auch kürzere Spaziergänge.
Unter Federführung der Stadt Bayreuth wird der Weg in enger Zusammenarbeit mit den Landkreisen Bayreuth und Kulmbach sowie den Gemeinden Heinersreuth und Neudrossenfeld durch das Planungsbüro KulturPartner umgesetzt. „Man erlebt auf dem Weg die Auen-Natur zu jeder Jahreszeit nah und intensiv. Das Rotmaintal ist ein besonderes Gebiet, das zwischen Fichtelgebirge, Fränkischer Schweiz und Frankenwald liegt und sich keinem dieser Gebiete wirklich zuordnen lässt“, so Dr. Fohrbeck. Im Rahmen der als Entwicklungsprojekt angelegten Konzeption des Weges wurden auch insgesamt sieben Mühlen im Rotmaintal sowie eine vollständig erhaltenen Schmiede in Neuenreuth als kulturhistorische Bauwerke „wiederentdeckt“.
Auf diesen „besonderen Schatz“ wird entlang des Weges mit Informationstafeln hingewiesen. Mit je einer Tafel wird über die Mühlen in Heinersreuth, Unterkonnersreuth, Altenplos, Altdrossenfeld, die Bergmühle und die Damm-Mühle in Neudrossenfeld sowie die Mühle Neuenreuth informiert. Die Mühlen sind herausragende Bestandteile der Kulturlandschaft Rotmainaue. Teils sind sie schon seit dem 14. Jahrhundert urkundlich bezeugt und, sofern ihre Mahlwerke noch erhalten sind, auch frühe Industriedenkmäler.
Wie Dr. Fohrbeck weiter erklärte, könnte sie sich sehr gut vorstellen, dass die Mühle in Unterkomnnersreuth vorbehaltlich der Zustimmung der Eigentümer ein hervorragender Standort für ein kleines Technik- und Industriemuseum wäre. Ferner werden am Weg unter dem Oberbegriff „Das Leben und Arbeiten in der Aue“ weitere exemplarische Infotafeln zu den regelmäßigen Überschwemmungen der Aue, zu den Besonderheiten der Mäharbeiten im dortigen Bereich, zum historischen Lindenbaum bei Neudrossenfeld, zum „Maanger Steg“ zwischen Dreschenau und Aichen sowie zur Neuenreuther Mühle aufgestellt. Auch die von Holzkünstler Michael Schütt mit der Motorsäge gestalteten Wappentiere des Weges – die Eule für Heinersreuth, der Biber für Bayreuth und der Storch für Neudrossenfeld, stehen bereits.
Eröffnet werden soll der gesamte Weg am 9. April 2016. In einem zweiten Abschnitt werden dabei vorher auch noch Projekte entlang des Weges im Bayreuther Stadtgebiet durchgeführt. So soll „Bayreuth als Stadt der Parks“ herausgestellt werden. „Schließlich haben wir hier mit der Eremitage, dem Hofgarten, dem Festspielpark, dem Röhrenseegelände und der neuen Wilhelminenaue als Zentrum des Landesgartenschaugeländes etliche sehr sehenswerte Parks. Auf diese wird mit Stelen hingewiesen, die am Rotmain-Weg etwa auf Höhe des Hans-Walter-Wild-Stadions aufgestellt werden“, so Dr. Fohrbeck. Außerdem wird es im weiteren Verlauf des Weges Richtung Westen unter dem Motto „Stadt am Fluss“ eine Schau mit Darstellungen von Zeichner Mathias Ose geben. Ose macht sich Gedanken darüber, wie Bayreuth sich verändern könnte, wenn die Hochwasserschutzmaßnahmen endgültig abgeschlossen sind und das derzeitige Betonbett des Roten Mains verschwinden könnte. Dass da interessante Sachen wie ein „Beach in der City“ oder Gondeln wie in Venedig auf dem Roten Main in Bayreuth heraus kommen, versteht sich von selbst. Zusammen mit der Einrichtung des Rotmain-Auen-Weges soll auch der vor einigen Jahren in Heinersreuth vom Bund Naturschutz angelegte Öko-Lehrpfad saniert werden. Der neue Weg ist als reiner Spazier- und Wanderweg konzipiert. Eine Benutzung durch Fahrräder oder Mountainbikes ist nicht vorgesehen. Hunde sollen an die Leine genommen werden.                                    

 zurück zur Übersicht